Elementartraum

Wasser, das das Feuer bindet,
in stiller Glut das Licht entzündet.
Feuer, das in Tropfen lebt,
wo Flamme sanft durch Ströme webt.

Wind, der über Wellen streicht,
bis ihre Krone leise weicht.
Wellen, die im Kreis sich wiegen,
einander folgen, sich besiegen.

Erde atmet sich zu Luft,
vergisst den Stein, wird Ahnung, Duft.
Luft, die Zahl in Traum verwandelt,
wo Zeit sich lichtdurchwirkt verhandelt.

Schleier fallen, ohne Hast,
lösen sich im Nebel fast.
Und was sich auflöst, nimmt Gestalt –
aus Form, die aus dem Nichts entfällt.